Vancouver Island: Nanaimo – Newcastle Island (04.08)

auf gehts in Richtung Insel
auf gehts in Richtung Insel

Eigentlich wollte ich ja schon um 10 Uhr aufstehen, um gegen 11 Uhr herum „Newcastle Island“ einen Besuch abzustatten, wo man laut den Informationen des Hostels gut wandern und baden kann. Allerdings habe ich mir dann doch lieber u.a. noch ein paar Urlaubsbilder von „Tofino“ angesehen und bin bis kurz vor 12 Uhr im Bett geblieben, bevor das Frühstück auf dem Programm stand. Dieses fiel dann aber kleiner als gedacht aus, denn ich hatte wohl meine Cornflakes in „Tofino“ vergessen, was mich doch ein wenig wurmte – so gab es nur eine Banane, ein wenig Milch und einen Jogurt zum Essen. Anschließend habe ich meine Sachen gepackt und mich in Richtung Hafen auf den Weg gemacht, von wo ich die Fähre in Richtung „Newcastle Island“ genommen habe – leider gab es keinen Studentenrabatt.

leider nur weitesgehend flache Klippen
leider nur weitesgehend flache Klippen

Die Überfahrt war recht kurz und auf der Insel angekommen, stellte ich fest, dass es direkt an der Anstelle einen Verleih für Fahrräder und Kajaks gab. So habe ich ein paar Augenblicke überlegt, ob ich nicht statt der Wanderung lieber eine Fahrradtour machen sollte, habe dies allerdings verworfen, denn in dem Fall wäre ich viel zu früh mit der Umrundung der Insel fertig gewesen – die drei Stunden Wanderung waren schon aus meiner Sicht ein wenig zu kurz.

ein paar kleinere Herausorderungen gab es aber auch
ein paar kleinere Herausorderungen gab es aber auch

Also habe ich meinen MP3-Player eingeschaltet und mich auf den Weg gemacht. Die Entscheidung zu Fuß zu gehen erwies sich spätestens dann als richtig, als mir der „normale“ Weg zu langweilig wurde und ich stattdessen lieber am Wasser entlanggelaufen bin, was auch Klettern über Felsen beinhaltete – mit einem Fahrrad wäre dies schwerlich möglich gewesen. Leider waren die Felsen anfangs nicht ganz so fordernd wie in „Tofino“, denn weitestgehend stellten sie nur eine ebene Fläche dar.

und ab und an musste man auch den normalen Weg nutzen
und ab und an musste man auch den normalen Weg nutzen

Mit der Zeit nahm die Herausforderung jedoch zu und ab und an musste ich auch mal umkehren, als ich absolut nicht mehr weiter kam – sei es, dass die Felsen zu rutschig waren oder der Weg praktisch aufhörte. In den meisten Fällen konnte ich relativ problemlos wieder auf den Hauptweg gelangen, jedoch gab es die ein oder andere Situation, in der ich auch ein wenig nach oben klettern musste, um den Pfad zu erreichen. An einer – in Bezug auf das Klettern – besonders schweren Stelle hatten anscheinend vor mir auch ein paar andere Leute die selbe Idee gehabt, denn es waren ein paar Seile an Ästen befestigt, mittels derer man sich leicht nach oben ziehen konnte. Ansonsten hätte ich gut und gerne 10-15min zurück laufen müssen.

aber wenigstens hatte man eine schöne Aussicht
aber wenigstens hatte man eine schöne Aussicht

Nachdem ich etwa die Hälfte der Insel umrundet hatte, entdeckte ich eine doch recht ruhige und vor allem sonnige Stelle direkt am Wasser, an der sich ein recht gut platzierter Felsen zum Umziehen befand, so dass ich beschlossen habe, hier ein wenig zu schwimmen. Bevor ich jedoch eine für mich ordentliche Wassertiefe erreichen konnte, musste ich mich erst einmal durch ein Heer von Muscheln kämpfen, die den Grund bedeckten und hinsichtlich der Durchquerung eine Ausbildung zum Fakir ganz nützlich gewesen wäre. Nachdem dies überstanden war und ich mich auch an die Wassertemperatur gewöhnt hatte, habe ich mich in die Fluten gestürzt und bin ein paar Runden geschwommen – war auf jeden Fall sehr schön erfrischend. Anschließend habe ich mich noch ein wenig in der Sonne ausgeruht, da ich noch warten musste, dass meine Badehose einigermaßen trocken war.

Dies hätte ich mir allerdings auch sparen können, denn nachdem ich später weiter über die Felsen gelaufen bin und an einer Stelle mal wieder nach oben klettern und mich auf den normalen Pfad begeben musste, bemerkte ich nach einigen hundert Metern, dass die Tüte mit meiner Badehose und dem Handtuch weg war – letzteres hatte ich mir aus dem Hostel „ausgeliehen“ ^^°. So blieb mir nichts anderes übrig, als den ganzen Weg noch mal über die Felsen zurück zulaufen. Hinzu kam noch, dass ich anscheinend auch noch das Amulett, welches ich mir beim „Titicaca-See“ gekauft hatte, verloren hatte – dies ärgerte mich doch sehr! Allerdings wurde ich auf dem ganzen Weg zurück bis zur Stelle, an der ich gebadet hatte, nicht fündig und auch beim erneuten „Zurückgehen“ fand ich die Tüte und das Amulett nicht, so dass ich doch ein wenig wütend in Richtung Hafen zurück lief.

Wieder zurück am Hafen und musste ich noch ein wenig auf die nächste Fähre warten. Allerdings kam dann die etwas kleinere Variante an, die eigentlich für die Hafenrundfahrten genutzt wird, was dazu führte, dass nicht genug Platz für alle wartenden Personen vorhanden war und ich mit auf die nächste Fähre warten musste.

Dieser Beitrag wurde unter Canada veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.