Work week (13.06. – 17.06.)

Die Woche stand ganz im Zeichen von Eishockey, denn es standen die letzten beiden Partien des NHL-Finales an.

Ok damit habe ich das Ergebnis vom Montag eigentlich schon vorweg genommen, denn die „Canucks“ verloren leider das vorletzte Spiel gegen die „Boston Bruins“, so dass nun das letzte Spiel am Mittwoch ausgetragen werden sollte. Viele Leute haben sich dies wahrscheinlich auch gewünscht, denn dies bedeutet, dass man das Finale daheim in Vancouver gewinnt.

12-Uhr Bier xD
12-Uhr Bier xD

Daraus ergab sich, dass der Mittwoch wohl mein kürzester Arbeitstag in Vancouver war, denn diesmal wollten wir uns das Spiel nicht im Büro, sondern traditionell in einem Pub ansehen. Allerdings bekamen wir gegen 12 Uhr herum den Anruf von ein paar Leuten von „INTERNeX“, dass sie zu wenig seien, um genug Tische bis zum Spielbeginn um 17 Uhr freizuhalten. Aus dem Grund gab Jay mir, Timo und einem anderen Arbeitskollegen den Auftrag, sie dabei zu unterstützen, so dass ich schon kurz nach 12 Uhr mein erstes Bier zu mir nahm – man musste sich ja auf das Spiel einstimmen xD.

Zum Glück hatte der Pub aber ein kostenloses WLAN, so dass man nebenbei mir ein paar Freunden aus Deutschland chatten konnte, wobei diese Schnarchnasen sich nach und nach in Richtung Bett verabschiedeten :-p

Finale ohoho
Finale ohoho

Kurz vor 17 Uhr platze der Pub dann aus allen Nähten, was sich u.a. daran bemerkbar machte, dass sich vor dem Laden eine kleine Schlange bildete, da die Türsteher niemanden mehr rein ließen. Dies habe ich aber erst gemerkt als ich draußen war, um ein wenig frische Luft zu schnappen und da ich leider vergessen hatte, mir einen Stempel geben zu lassen, brauchte es einige Überredungskunst, um sie davon zu überzeugen, dass ich schon einmal drin gewesen war.

Gegen 17 Uhr begann dann das letzte Finalspiel und anfangs schlugen sich die „Carnucks“ wirklich gut und machten ordentlich Druck aufs gegnerische Tor, aber leider fiel dann kurz vorm Ende das erste Tor für „Boston“. In der zweiten Runde wurde es nicht besser und wir kassierten ein zweites und drittes Tor und so sah es nicht besonders gut für uns aus. Als dann in der dritten und letzten Runde auch noch das vierte Tor fiel, war die Sache gelaufen und ich verließ direkt nach Spielende den Pub, um heil nach Hause zu kommen.

Denn 1994, als Vancouver zum letzten Mal im Finale stand, und dieses verloren hatte, verwandelten die Anhänger die Innenstadt hinerher in ein Schlachtfeld. Allerdings sah es erst einmal friedlich aus und auf dem Weg zum Stadion, von wo ich den SkyTrain nach Hause genommen habe, kamen mir eigentlich nur enttäuschte Leute entgegen. Daheim angekommen habe ich dann zum ersten Mal den Fernseher in meinem Zimmer benutzt und musste feststellen, dass es leider nicht besonders friedlich geblieben war und die Innenstadt am Abend eher an einen ersten Mai in Berlin Kreuzberg erinnerte …

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